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Recording
verändert sich
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| Rüdiger
Forse |
Stefan
Fischer |
Ein Interview von
Marketing Direktor Stefan Fischer mit
Produktmanager Rüdiger Forse über den neuen MindPrint
DTC
Vorwort
Im
Digital-Zeitalter eine neue Qualität zu erreichen ist
kaum mehr mit einer höheren Samplingfrequenz oder
Bit-Tiefe möglich. Die digitale Verarbeitungsqualität
ist besser als je zuvor und hat einen Standard erreicht,
der selbst höchsten Klang- und Dynamik-Ansprüchen
genügt. Mit einer Abtastrate von 96khz lassen sich
Frequenzen wiedergeben, die weit mehr als doppelt so hoch
liegen wie die höchsten, die wir bewußt wahrnehmen
können. Eine Auflösung von 24Bit bietet einen
Dynamikumfang der weit über die Schmerzgrenze des
menschlichen Ohres reicht. Die Übertragung aller
wahrnehmbaren Details und Nuancen eines Klanges wurden
bisher stark durch die Technik begrenzt, heute sind wir
der vollständigen Übertragung aller Bestandteile eines
Klanges einen großen Schritt näher.
Die Aufgabe des
DTC
SF:
Gerade weil die Digital-Technik mittlerweile so hoch
auflöst wäre doch die beste und kürzeste Verbindung ein
reiner AD-Wandler. Warum bringt MindPrint gerade jetzt
analoge High-End -Technik auf den Markt?
RF:
Noch entscheidender als die Aufnahme- und
Wiedergabequalität der Digital-Wandler ist die Qualität
der Analogtechnik vor dem Wandler. Klang kann heute nur
noch auf dem Weg von seiner analogen Entstehung bis zu
seiner digitalen Aufnahme an Qualität verlieren. Diesen
Weg so gut und so kurz wie möglich zu machen ist die
Aufgabe des DTC....
SF:
Es geht doch bestimmt kürzer, ohne zusätzliche Bauteile
im Signalweg?
RF:
Ja, man kann sich das gut vorstellen. Digitale Mikrofone
gibt es bereits, und Gitarren mit digitalem Pickup werden
bestimmt nicht mehr lange auf sich warten lassen. Gott sei
Dank, es wäre das Ende des analogen Kabels....
SF:...
und der Anfang des Synchronisations-Chaos...
RF:
...stimmt. Außerdem will man ja verschiedenste
Instrumente, Mikrofone etc. einsetzen, und ein Neumann U47
Röhrenmikro z.B. hat ja nun mal keinen Digitalausgang.
Man muss eines bedenken: Der Klang von Instrumenten und
Mikrofonen entsteht analog, als Strom und Spannung, und
nicht als Bits und Samples. Und Strom und Spannung
reagieren sehr empfindlich auf physikalische Größen wie
Impedanz, Kapazität und Induktion. Und erst wenn diese
Größen beachtet und Strom und Spannung in die
"richtige Form" gebracht worden sind, dann kann
man an eine Wandlung denken.
SF:
Mit der "richtigen Form" meinst du Frequenz- und
Dynamik-Bearbeitung?
RF:
Ja, auch. Guter Sound fängt aber schon weit vor der
Bearbeitung an, in der Eingangsstufe. Rein technisch
gesehen ist ja die Aufgabe des DTC, einen sehr schwachen
Wechselstrom mit einem weiten Frequenzspektrum zu
verstärken und zu "formen". Wechselstrom hat
aber seine Eigenarten: je nachdem ob Induktionen und
Kapazitäten parallel oder seriell in einer Schaltung
auftreten, haben diese eine dämpfende Wirkung auf Bässe
oder Höhen. Bei allen analogen Klangquellen, ob Pick-Up
oder Mikro, selbst einem normalen Kabel spielen diese
Größen eine Rolle und haben Einfluss auf den Sound. Die
spezielle Eingangsschaltung des DTC respektiert diese
Größen auf eine ganz besondere Art und Weise. Das
schafft die notwendige "Roh-Form" für die
nachfolgende Frequenz und Dynamik-Bearbeitung.
Die
Vorverstärkung
SF:
Im Mikrofon-Eingang befindet sich ein Übertrager. Rein
messtechnisch verfälschen Übertrager den Klang. Als das
Rauschverhalten analoger Quellen stetig besser wurde war
man froh den Übertrager als entkoppelndes Bauteil endlich
nicht mehr einsetzen zu müssen. Warum jetzt der Schritt
zurück?
RF:
Es ist kein Schritt zurück, im Gegenteil: das komplexe
Zusammenspiel von Impedanz, Kapazität und Induktion Im
Übertrager sorgt für eine optimale Anpassung an
Mikrofone und trägt wesentlich zur Wiedergabe des
natürlichen Klangbildes eines Mikrofones bei. MindPrint
hat diese Phänomene erforscht und in Zusammenarbeit mit
der Firma Haufe einen aufwendigen Übertrager konstruiert,
der die gewohnten positiven Klang Eigenschaften alter
Vorbilder besitzt, und Nebenwirkungen wie
Phasen-Verzerrungen der Höhen dank eines extrem weiten
Frequenzganges bis 127kHz in den unhörbaren Bereich
verlagert. Darüber hinaus entlastet er mit seinem
Transformations-Verhältnis von 1:5 die nachfolgenden
Verstärkerstufe, verringert damit den Klirrfaktor und
ermöglicht ein extrem gutes Rauschverhalten.
SF:
Was mir direkt auffiel ist die Impendanz des
Mikrofon-Eingangs. Sie ist mit 5 K Ohm wesentlich höher
ausgelegt als man es üblicherweise von
Mikrofon-Vorverstärkern gewohnt ist. Warum weicht
MindPrint so stark von den weit verbreiteten 600 Ohm ab?
RF:
Ganz einfach, es klingt besser...!
SF:
Ja, natürlich. Kannst du das mal näher erläutern?
RF:
....Das wird dann aber etwas theoretisch: Wie bereits
gesagt ist die Impedanz von Mikrofonen nicht konstant,
sondern frequenzabhängig. Innerhalb des Frequenzganges
von Mikrofonen treten Impedanz-Spitzen auf, die weit
über 1000 Ohm springen können. Ist die Eingangs-Impedanz eines Mikrofon-Vorverstärkers kleiner,
werden diese Peaks gedämpft. Damit ändert sich
automatisch der Frequenzgang. Da diese Peaks besonders in
den Höhen auftreten, führt die automatische Bedämpfung
niederohmiger Vorverstärker zu einem Verlust an Brillianz.
Der DTC kann durch seine hochohmige Bauweise selbst
extreme Peaks verarbeiten und verhindert damit Verluste in
den Höhen. Dadurch klingen vor allem dynamische Mikrofone
frischer und natürlicher. Kondensatormikros klingen
ebenfalls besser, da deren Verstärker durch die geringere
Belastung klirrärmer arbeiten können. Du wirst
feststellen, dass du wegen der besseren Wiedergabe der
Höhen auch weniger Equalizing brauchst.
Die
Frequenzbearbeitung
SF:
Bleiben wir beim Equalizing. Das Besondere am EQ des DTC
ist die parallele Anordnung der Filter. Nicht jeder kennt
den technischen Unterschied, kannst du es kurz erklären?
RF:
Ja, gerne: Üblicherweise werden Filter hintereinander
geschaltet. Dabei durchläuft das komplette
Frequenzspektrum der Signale alle Filterstufen, was zu
einer erheblichen Verschlechterung der Signalqualität
führen kann. Man kann sich das wie eine kurvige,
einspurige Straße vorstellen, die das Signal entsprechend
bremst. Im Gegensatz dazu benutzt der Equalizer des DTC
parallele Filter. Hierbei wird das Signal gleichzeitig auf
alle 4 Bänder verteilt. Das kann man sich wie eine
4-spurige, gerade Autobahn vorstellen, auf der das Signal
ungehindert vorankommt.
SF:
Klingt logisch. Aber da war doch noch die passive Führung
des Original-Signals. Was hat es denn damit auf sich?
RF:
Das Original-Signal durchläuft den EQ praktisch wie durch
ein dickes Kabel, ohne Unterbrechung. Die zum
Original-Signal parallel angeordneten Bänder filtern nur
die zu bearbeitenden Frequenzen. Soll jetzt ein
Frequenzbereich angehoben werden, dann wird er dem
Original-Signal in Phase zugemischt, bei Absenkung gegen
die Phase. Das Original-Signal ist aber immer noch da.
Dadurch erhält man maximale Klangtreue.
SF:
Das Höhen und das Bass-Band sind als Shelving-Filter
ausgelegt, die beiden Mittenbänder als Glocken-Filter.
Eine regelbare Güte wie man sie bei Glockenfiltern findet
ist bei Shelving-Filtern unüblich. Wie kann man sich eine
"Bandbreite" bei Shelving-Filtern vorstellen?
RF:
Eine Q-Faktor-Regelung von Shelving-Filtern ist relativ
selten zu finden obwohl es die klangliche Flexibilität
ungemein erhöht. Hohe Q-Faktoreinstellungen erzeugen
nämlich dann bei Anhebungen zunächst eine kleine
Absenkung im mittleren Frequenzbereich, bevor die Kurve zu
den Randbereichen hin ansteigt.
SF:
Vor dem "Hügel" entsteht also erst mal ein
"Loch"?
RF:
Man kann sich das so vorstellen: Will man z.B. die Höhen
über 10 kHz anheben, etwa beim Mastering, kann man die
Kurve so gestalten, dass der Frequenzbereich davor von 8
bis 10 kHz abgesenkt wird. Daraus resultiert ein
unübertroffen weicher Klang. Oder, man kann den Tiefbass
anheben, ohne den mulmigen Klang zwischen 150 und 300
Hertz zu befürchten. Bei Absenkungen kehrt sich dieser
Effekt um: zuerst Erfolgt eine Anhebung, dann erst eine
Absenkung. Das Gute daran ist, daß diese Charakteristik
stufenlos einstellbar ist. Man gewinnt erhebliche
Gestaltungsmöglichkeiten hinzu und kommt oft sogar ohne
die Benutzung der Mittenregler aus. Die Anwendungen sind
wirklich sehr flexibel und führen zu erstaunlichen
Klang-Resultaten.
Die
Dynamik-Bearbeitung
SF:
Zu erstaunlichen Resultaten soll ja auch der Kompressor/Limiter
fähig sein. Es gibt da aber nur zwei Regler, oder?
RF:
Das stimmt, wobei der erste Regler sehr effektiv Threshold
und Ratio verbindet, der zweite regelt die Zeiten, und der
Filterschalter einen Sidechain-EQ ersetzt. Es sind also
alle Parameter berücksichtigt.
SF:
Wie kann man sich das in der Praxis vorstellen?
RF:
Der Kompressor/Limiter-Regler funktioniert sehr effektiv:
Am Linksanschlag findet lediglich eine leichte Kompression
der lautesten Signale statt. Dreht man weiter im
Uhrzeigersinn, wird der Threshold immer weiter
heruntergesetzt. Bei Mittelstellung des Reglers
"Limit @ 0dBfs" wird eine Übersteuerung
zuverlässig verhindert. Alle Signale werden bei 0dB Full
Scale limitiert. Das ist gerade bei digitalem Recording
unverzichtbar. Gleichzeitig werden leise Signale bereits
deutlich verstärkt. Bei weiterer Drehung nach rechts wird
diese Verstärkung größer, die Limit-Funktion bleibt
gleich.
SF:
Das heisst, je weiter ich aufdrehe desto fetter wird der
Sound?
RF:
Ja, und wird gleichzeitig bei Fullscale limitiert.
Normalerweise müsste man dazu Threshold, Ratio und Gain
Make-Up des Kompressors nachregeln, und dieses Signal dann
noch durch einen Limiter schicken. Der DTC kümmert sich
von selbst darum.
SF:
Und die Regelzeiten?
RF:
Mit dem Release-Regler wird die Geschwindigkeit
eingestellt, mit welcher der Kompressor nach einem lauten
Signal ein leiseres Signal wieder anhebt. Eine sehr
schnelle Regelung hebt z.B. Hallanteile des Signals hervor
und führt zu einer starken Verdichtung des Klanges. Bei
längeren Release-Zeiten bleibt der Originalklang stärker
erhalten. Attack wird nicht verändert, das macht
AdaptivResponse.
SF:
Was ist denn genau Adaptive Response?
RF:
Unser großes Geheimnis! Das Grund-Prinzip ist aber
einfach darzustellen: Adaptive-Response arbeitet mit
mehreren, sich gegenseitig beeinflussenden Regelzeiten.
Ein üblicher Kompressor regelt dann ab, wenn z.B.
Signalspitzen in bereits dichtem, tragenden Material
auftgreten, es kommt zum Pumpen. Hier greift eine
zusätzliche Regelung, die schnelle Impulse unabhängig
von der Grundeinstellung abfängt.
SF:
Ich dachte, das Filter verhindert Pumpen?
RF:
Ja, ebenfalls, denn Pumpen kann auch dann auftreten, wenn
energiereiche Bass-Signale zu großen Einfluss auf die
Regelung haben. Typisches Phänomen: die Bass-Drum drückt
die Höhen runter. Aus diesem Grund wurde das Filter so
ausgelegt, daß der Kompressor auf tiefe Frequenzen
weniger stark reagiert, wodurch sich ein gehörrichtiger
Einsatz der Kompression ergibt. Da hier eine natürliche
Funktion des menschlichen Ohres nachgebildet wird, bringt
diese Filterschaltung bei nahezu jedem Signal eine
Klangverbesserung.
SF:
Welche Funktion haben dabei Opto-Koppler und Röhre genau?
RF:
Die machen beide was sie am besten können: der
Opto-Koppler komprimiert mit seinem unaufdringlichen
Verhalten sehr angenehm. Da es sich beim einem
Opto-Koppler um ein passives Bauteil handelt, klingt er
wesentlich sauberer als ein aktiver Halbleiter. Die Röhre
übernimmt mit ihrer natürlichen Sättigung zuverlässig
die Limiter-Funktion, und ist natürlich für die
harmonischen Obertöne verantwortlich.
SF:
Bei einer harten Limitierung mit Null dB Fullscale könnte
man aber eher den Klangcharakter eines Brickwall-Limiters
denken?
RF:
Nein, keineswegs. Der Limiter des DTC klingt ganz und
garnicht als würde er das Signal gegen die Wand laufen
lassen. Die Kompressorkennlinie geht sehr weich in die
Limiterkennlinie über, also Softknee. Das Klangresultat
ist vergleichbar mit dem Sound großer analoger
Bandmaschinen. Durch die Addition der Obertöne treten
komprimierte Signale in den Vordergrund, man empfindet sie
als lauter, obwohl sie leiser sind.
SF:
Und wie funktioniert das beim DTC?
RF:
Beim DTC sind die Röhren so abgestimmt, dass die
ungeraden Oberwellen besonders hervorgehoben, und die
geraden Oberwellen unterdrückt werden...
SF:
...um den Vergleich zur Naturtonreihe zu ziehen: die
Oktaven werden unterdrückt und Quinten und die Terzen
betont?
RF:
Genau, und das ergibt ein sehr angenehmes,
unaufdringliches Klangbild. Das menschliche Ohr fühlt
sich einfach wohler wenn Signalspitzen durch Präsenz, und
nicht durch Lautstärke hervortreten.
analoger und
digitaler Ausgang
SF:
Am Ende der Signalkette befindet sich der Output Regler.
Gibt es zu diesem etwas zu sagen?
RF:
Ja, in Stellung 0 wird die Digital-Option optimal
angesteuert. Limitiert man nun bei 0 dB Fullscale wird die
Dynamik des Wandlers voll ausgenutzt.
SF:
Das heisst, maximaler Pegel bei gleichzeitigem Schutz vor
Übersteuerungen?
RF:
Ja, wobei kritisches Material auch bei Fullscale-Limiting
mit etwas weniger als 0 dB ausgesteuert werden sollte. Die
beste Kontrolle bietet dabei das Eingangsmeter der
Recording-Software. Man sieht es aber auch an der Anzeige
des DTC, die rote LED darf bei Signal-Spitzen kurz
aufleuchten, aber nicht ständig leuchten.
SF:
Wieso die rote? Das sind doch dann plus acht laut Anzeige?
Wieso nicht bei null?
RF:
Wenn die LED-Kette "0" anzeigt liegt am analogen
Ausgang der genormte Studio-Pegel von +4 dBm an. Auf
analoger Seite hat man dann noch genügend Headroom der in
der Praxis auch genutzt wird. Kein analoges Pult oder Band
wird nur bis null ausgesteuert, sondern wesentlich höher.
Digital gibt es nicht mehr als null, dann ist Schluss.
Deshalb haben wir genügend Headroom gelassen, um die
gewohnte analoge Arbeitsweise digital umsetzen zu können.
Also wie gewohnt: wenn die rote LED leuchtet, drohen
Verzerrungen, vorher nicht. Auch nicht innerhalb der
Digital-Option.
Die Digital-Option
DI-MOD 24/96
SF:
Die neue Digital-Option arbeitet mit 24 Bit und 96 kHz.
Laut Datenblatt mit einem Dynamikumfang von 113 dB (a). Es
gibt doch schon Wandler die mehr schaffen?
RF:
Der eigentliche Wandler-Chip schafft auch mehr. Heute
benutzen sowieso fast alle Hersteller von Wandlern, also
die Hersteller der Hardware um den Chip herum, den
gleichen Typ. Aber trotzdem gibt es sowohl
Klangunterschiede als auch Unterschiede im Dynamikumfang
der verschiedenen Geräte. Denn der Chip alleine macht
nicht die Qualität aus, sondern die analoge Umgebung, die
Filter, die Signalführung und andere Faktoren. Natürlich
kann man eine Chip-Beschaltung auf größtmöglichen
Dynamik-Umfang optimieren, aber die dazu notwendigen
Maßnahmen wirken sich negativ auf den Klang aus. Oft
nicht messbar, aber hörbar!
SF:
Sehr gute Messdaten garantieren also nicht automatisch
eine sehr gute Wandlung?
RF:
Schön wär´s! Das wissen wir aber schon vom alten
CD-Standard. Zwischen Billig-Playern und teuren High-End
Geräten liegen Welten. Das gleiche gilt auch für
AD-Wandler. Selbst wenn sie ähnliche Messwerte und
technische Daten aufweisen.
SF:
Mit welchen Schnittstellen ist denn das Digital-Modul
ausgestattet?
RF:
Optisch mit S/P-DIF über Toslink , elektrisch mit S/P-DIF
coax und auf Wunsch zusätzlich mit AES/EBU. Eine
Besonderheit gegenüber dem alten Modul ist der
Auto/Master-Schalter, der das DI-Mod zum Master mit der
angewählten Frequenz zwingt, unabhängig davon, welche
Frequenz anliegt.
SF:
Der AD-Wandler arbeitet also völlig unabhängig vom
DA-Wandler?
RF:
Ja, man kann 44.1 kHz Aufnahmen mit dem DTC bearbeiten und
mit 96 kHz wandeln, oder umgekehrt 96 kHz Material beim
Mastern mit dem DTC gleich auf die richtige Frequenz für
eine CD-Pressung bringen. Eigentlich war es nur eine
Maßnahme zur Vermeidung von Sync-Stress, in der Praxis
hat es sich dann als starkes Feature herausgestellt. Achja,
ein weiteres Feature ist der Stereo-DA-Ausgang des DI-MOD.
Man kann also mit einem DTC mit installierter
Digital-Option völlig autark arbeiten.
SF:
Das DI-MOD ermöglicht also auch das Abhören des
Digital-Ausgangs eines Rechners?
RF:
Zum Beispiel.
Das DTC-Konzept
SF:
OK. Damit wären wir ja am Ende der Signal-Kette
angelangt. Um es zusammenfassend zu sagen, was ist der
DTC?
RF:
Ein Frontend mit einer ganz spezielle Kombination
bewährter Analog-Bausteine und der Klangtreue modernster
Schaltungen. Die besten Schaltungskonzepte in einem
einzigen Gerät, mit dem selben guten
Preisleistungs-Verhältnis für das MindPrint bekannt ist.
SF:
Mit welchen Geräten ist er vergleichbar?
RF:
Die ursprüngliche Idee hinter dem DTC-Konzept und das
Anwendungsgebiet sind mit einigen Channelstrips
vergleichbar. Der DTC unterscheidet sich von existierenden
Konzepten darin, dass er den teuren Sound esoterischer
Outboards jedem anspruchsvollen Recorder zugänglich
machen wird. Da er das einzige Gerät mit dieser
Soundqualität der gebotenen Features in seiner
Preisklasse ist, kann man ihn nur schwer vergleichen.
Ausserdem ist es ein zweikanaliges Gerät, die meisten
Channelstrips sind nur einkanalig.
SF:
Ein Kanal reicht oft aus, warum zwei?
RF:
Der Mensch hat zwei Ohren :-) Nein, es geht beim DTC
einfach darum, eine Komplettlösung anzubieten. Ein
einziger Kanal ist nur die halbe Lösung, man möchte ja
nicht ausschließlich nur Solo-Gesang oder Gitarre
aufnehmen, sondern auch mal eine Stereo-Mikrofonierung,
einen Chor oder ganz einfach Keyboard und Submix.
Ausserdem kann man mit dem DTC hervorragend mastern.
Die Benefits
SF:
Mit rund EURO 2000 ist der DTC nicht gerade ein Gerät,
dass man sich nebenbei mal aus dem Laden mit nimmt. Für
wen genau wurde der DTC gebaut?
RF:
Für alle Projekt-Studios. Recording wächst stetig und
mit steigendem Qualitätsanspruch. Die meisten Musiker
benutzen aber immer noch Preamps, Equalizer und Kompressoren
welche das Signal definitiv verschlechtern; sie können
mit der Qualität heutiger Aufnahmesysteme nicht Schritt
halten. Es ist wichtig zu erkennen, dass man zu einem
hochwertigen Mikrofon einen ebenbürtigen Eingangs-Kanal
braucht. Wenn Vorverstärkung und analoge
Signalbearbeitung verpfuscht sind, kann keine noch so gute
Software den Klang und Ausdruck einer Stimme wieder
herstellen. Der DTC erfüllt die Anforderungen von
High-End Studios und denn Traum aller Projekt-Studios.
SF:
Wie damals Alesis; mit dem ADAT verwirklichte Alesis
bezahlbares, hochqualitatives 8-Spur Recording...
RF:
Genau! Plötzlich war professionelle
Mehrspur-Aufnahmequalität nicht mehr nur einem
exklusiven, gutbetuchten Kundenkreis vorbehalten. ADAT
löste damals eine Revolution aus, man könnte ADAT
vielleicht sogar als "Mutter des
Projekt-Studios" bezeichnen.
SF:
Es war die Lösung für tausende von Musikern. Obwohl das
Gerät an sich relativ viel kostete, war die gebotene
Leistung für damalige Verhältnisse überragend.
RF:
Eigentlich passiert mit dem DTC etwas ganz ähnliches: das
klassische High-End Outboard Rack wird sowohl im Preis als
auch im Handling auf zeitgemäßes Projekt-Studio Format
gebracht.
SF:
Der DTC ist also für jeden gedacht, der ein
"Sound-Upgrade" für sein digitales
Aufnahmesystem sucht?
RF:
So kann man es beschreiben. Und das für eine lange Zeit,
denn die Analog-Technik des DTC wird gegenüber digitalem
Equipment niemals alt werden. Es gibt so viele Musiker,
die von den Qualitäten existierender High-End
Analog-Geräte begeistert sind, allerdings ist der Preis
solcher Edel-Teile eher abschreckend. Bzw, die analogen
Klassiker sind nicht auf dem Markt erhältlich. Der DTC
macht jetzt High-End Aufnahmen zugänglich und bezahlbar.
Darüber hinaus wird er auch diejenigen ansprechen, die
einen reinen Preamp, Equalizer oder Kompressor suchen.
Dank seines sehr guten Preis/Leistungs-Verhältnisses ist
er eine echte Alternative zu vielen teureren analogen
Outboards. Der DTC ist die konsequente Anwort auf den
Wunsch nach überragender Aufnahmequalität die man sich
leisten kann. Das "Final Tool" für jeden
anspruchsvollen Musiker der das Thema Recording ernst
nimmt.
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